Sibirische Falle

 

Diese Eröffnungsfalle stammt aus der Sizilianischen Verteidigung. Bis zum achten Zug ist die Stellung völlig ausgeglichen, auch wenn man einräumen muss, dass 3. Dxd4 die etwas bessere Wahl gewesen wäre.

9. h3 erscheint auf dem ersten Blick wie ein normaler Zug. Es soll den Springer auf g4 vertreiben. Ein Matt droht nicht, da der Springer auf f3 das Feld h2 deckt, die schwarze Dame kann hier also nichts ausrichten. 9… Sd4!! wiederlegt aber, dass h3 eine gute Idee sei. Weiß kann im Prinzip hier schon aufgeben. Das die Dame angegriffen wird, ist fast schon sekundär. Wenn Weiß die Dame, beispielsweise durch 10. Dd3 in Sicherheit bringt, folgt nach 10… Sxf3+ 11. Dxf3 mit 11. Dh2# in zwei Zügen das Matt.

Die Dame zu retten ist also keine Alternative. 10 hxg4 Sxe2+ 11. Lxe2 ist noch die beste Methode, doch Weiß verliert die Dame für zwei Springer und die halboffene h-Linie wird Schwarz bald dazu einladen, den Königsflügel zu zertrümmern.

Nach einer Rochade ist es ein häufiges Ziel des Gegners, mit Dame, Springer und Läufer die Bauern vor dem König zu bedrängen. Wenn die Dame, wie im vorliegenden Fall, ungünstig steht, muss diese oft zum Wohle des Königs geopfert werden.

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