Londoner System

1. d4 d5
2. Sf3 Sf6
3. Lf4 c6
4. e3 Lf5
5. Sbd2 e6
6. c3

 

Das Londoner System gewinnt in den letzten Jahren wieder an Popularität, obwohl die Grundideen zum Teil aus dem 16. Jahrhundert stammen. Es handelt sich bei dieser Eröffnung weniger um eine bestimmte Zugfolge sondern viel mehr um einen Aufbau, der erreicht wird. Für die Struktur sind die Bauernreihen, der Läufer auf f4, der Springer auf f3 und eventuell noch der Springer auf d2 entscheidend. Da wir uns bei dem gezeigten Beispiel bereits im sechsten Zug befinden, können Sie sich vorstellen, dass zahlreiche Varianten dazu führen können.

Aufgrund der vielen Möglichkeiten ist es kaum machbar, eine statistische Aussage zu treffen. Die Stellung ist aber, rein objektiv betrachtet, völlig ausgeglichen. Wer also von 1. e4 weg will, es aber ruhiger angehen möchte, kann sich diese Variante gerne genauer anschauen. Allerdings muss Schwarz diesen Aufbau auch zulassen. Bereits nach 2. Sf3 kann der Aufbau mit c5 beendet werden. 3. dxc5 e6 macht den Läufer auf f4 schwierig, da 4. Le3 quasi erzwungen ist.

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