Caro-Kann-Verteidigung

1. e4 c6

 

Die Caro-Kann-Verteidigung ist die viert häufigste Antwort von Schwarz auf e4. Wenn Sie mit den weißen Figuren gerne mit dem Königsbauern eröffnen, sollten Sie sich mit dieser Variante befassen. Die Idee hinter c6 besteht darin, den Angriff auf d5 vorzubereiten.

2. d4 d5
3. Sc3 dxe4
4. Sxe4

 

Dies ist die häufigste Variante, auch wenn 3. exd5 minimal stärker ist. In unserer Hauptvariante sieht, bis zum vierten Zug, Weiß leicht besser entwickelt aus, aber Schwarz steht keineswegs schlechter.

4…Lf5
5. Sg3 Lg6
6. h4 h6
7. Sf3 Sd7
8. h5 Lh7
9. Ld3 Lxd3
10. Dxd3

 

Wenn wir uns die Zugfolge anschauen, so spricht vor allem aus der Sicht von Schwarz sehr vieles gegen die goldenen Regeln der Eröffnung. Weiß ist besser entwickelt, kann rochieren und hat mehr Raum. Die Stellung von Schwarz wirkt gedrückt. Statistisch gesehen enden aber 43,1% der Partien nach dieser Stellung unentschieden. Weiß gewinnt zwar in 34,3% der Fälle, aber das bedeutet letztlich, dass Schwarz gute Chancen hat nicht zu verlieren. Auch nach der Computeranalyse ist diese Stellung völlig ausgeglichen.

In dieser Variante macht Schwarz mit 10…e6 weiter und kann sich nun ruhig entfalten. Nach den anfänglichen Turbulenzen hat die Stellung keine Schwächen, lediglich der Bauer auf h5 stellt einen kleinen Stachel dar. Während Schwarz die kurze Rochade vorbereitet, rochiert Weiß lang. Da bei der langen Rochade Kb1 quasi erzwungen ist, büßt Weiß etwas an Tempovorsprung ein.

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