Eröffnungsfallen

Bei Eröffnungsfallen handelt es sich um Zugfolgen, die eine der beiden Spieler in eine Falle locken, aus der eine Niederlage, oder zumindest ein großer materieller Nachteil entsteht. Am Ende des Hinterhalts steht der Sieg oder eine Situation, in welcher der Gegner aufgeben kann.

Es gibt sehr viele Eröffnungsfallen, mit Schwarz und mit Weiß. Manche sind sehr einfach, andere gehen über zahlreiche Züge hinweg. Je komplexer eine solche Falle ist, umso unwahrscheinlicher wird es, dass sie tatsächlich aufs Brett kommt. Schließlich müssen nicht nur Sie die Züge exakt nachspielen, sondern auch ihr Gegenspieler.

Unter Einsteigern, aber auch Amateuren, sind Eröffnungsfallen vor allem im Blitzschach sehr beliebt. In wenigen Zügen kann es gelingen, den Gegner aufs Glatteis zu führen und Erfolge zu feiern. Doch diese Eröffnungen sind ein zweischneidiges Schwert. Oft verstoßen sie gegen die goldenen Regeln der Eröffnung, was bedeutet, dass Sie einen Nachteil haben, wenn Ihr Gegner den Hinterhalt kennt und den jeweils entscheidenden Fehler nicht begeht. Dann geraten Sie womöglich in Ihre eigene Grube. Ein Beispiel hierfür ist die vierte Regel im Kapitel Die sieben goldenen Regeln der Eröffnung.

Das Studieren von solchen Fallen kostet Zeit und Energie. Sie lernen viele Züge auswendig für den Fall, dass diese Situation einmal von 1000 Fällen aufs Brett kommt und ob Ihr Gegner darauf reinfällt, ist weiterhin ungewiss. Dennoch ist es wichtig, sich mit den gängigsten Eröffnungsfallen vertraut zu machen. Der Grund ist ganz einfach: Sie sollten nicht selbst in sie treten.

Vor allem in dieser Hinsicht ist Schach wie Kampfkunst. Man lernt, trainiert und hofft, es niemals ernsthaft anwenden zu müssen. Mit dieser Einstellung sollten Sie die nachfolgenden Fallen anschauen. Dabei lernen Sie auch einige Angriffsmotive und werden Schwächen in den jeweiligen Stellungen erkennen. Vor allem das Studium der Grundmuster wird Ihnen gute Dienste erweisen.

Übersicht Eröffnungsfallen

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