Spanische Partie

1. e4 e5
2. Sf3 Sc6
3. Lb5

 

Diese zweieinhalb Züge sind der Start für die Spanische Partie. Sie ist der Italienischen Eröffnung nicht unähnlich, doch Weiß geht einen Tick aggressiver ans Werk und greift gleich den schwarzen Springer an. 3…d6 wird dadurch unangenehm, weil der Springer somit an den König gefesselt wird. Das heißt, er kann zunächst nicht ziehen, weil der König im Schach stehen würde.

Weiß hat hier Gewinnchancen von 38,7 %, für Schwarz steht es bei 25,7%. Allerdings sind wir erst beim dritten Zug, da sollte man es noch nicht überbewerten.

3…a6
4. La4 Sf6

 

Das ist die häufigste Fortsetzung. Statt dem Springer spielt Schwarz auch gerne 4…b5, worauf 5. Lb3 folgt. Hier steht der Läufer gut und schaut auf f7. Wenn Schwarz mit dem a-Bauern weiter marschiert, macht Weiß mit a3 die Tür auf und bringt den Läufer auf a2 in Sicherheit. Auch diese Variante kommt oft zur Anwendung, nicht nur in der spanischen Partie.

5. O-O Le7
6. Te1 b5
7. Lb3 d6
8. c3 O-O

 

Die Stellung ist völlig ausgeglichen. 45,4% der Spiele enden nach dieser Variante Unentschieden, allerdings gewinnt Schwarz nur 21,2% der Partien. Beide Seiten haben in dieser Stellung ihre Stärken und Schwächen. Weiß kann mit Sb1 und Lc1 noch nicht viel anfangen, dafür steht der Läufer auf b3 ausgezeichnet, nicht nur wegen f7 sondern auch zur Kontrolle des Zentrums. Schwarz steht sich mit Le7 selbst im Weg, weil es Dame und Turm blockiert. Dafür strahlen die beiden Springer Gefahr und Zentrumskontrolle aus.

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